Navigation
Malteser Friedland

Treue Wacht im Hintergrund

Malteser aus Hannover halfen beim Katholikentag in Münster

16.05.2018
Auf dem Katholikentag in Münster waren auch Malteser aus Hannover vertreten; Bildquelle: Lukas/Malteser

Hannover/Münster (mhd). Der 101. Deutsche Katholikentag in Münster vom 9. bis 13. Mai war ein großes, fröhliches Glaubensfest bei überwiegend gutem Wetter. Das gesundheitliche Wohl der rund 75.000 Dauer- und Tagesgäste hatten die Veranstalter wieder in die geübte Hand der Malteser gelegt. Auch 13 Malteserinnen und Malteser aus Hannover waren in Münster dabei, hatten aber glücklicherweise meist nur kleinere Blessuren zu versorgen.

Zwischen Karstadt und Clemenskirche war die Fahne der Malteser kaum zu übersehen. Hier, am Rande der Einkaufs- und Fußgängerzone, hatten Malteser aus der Diözese Hildesheim das Hauptquartier des „Abschnitts Karstadt“ eingerichtet. Drei Unfallhilfsstellen wurden von hier aus betreut, täglich von acht bis 21 Uhr. Für die Organisation sorgte unter anderem Christian Berger, Zugführer der Malteser Hannover, der in Münster als „Leiter Information und Kommunikation“ fungierte. Insgesamt 13 Helferinnen und Helfer aus Hannover sowie Malteser aus anderen Teilen Deutschlands kümmerten sich hier um die schnelle Linderung kleinerer gesundheitlicher Probleme. Nur wenige Male mussten sie Patienten wegen größerer Beschwerden ins Krankenhaus bringen.

Rund 100-mal haben Berger und seine Helfer Erste Hilfe geleistet, Blasen an den Füßen versorgt und so manchen Kreislauf wieder in Schwung gebracht. Auch die große Wallfahrt im Rahmen des Katholikentages am Samstag nach Telgte bei Münster mit mehr als 1000 Teilnehmern wurde von den Maltesern aus Hannover betreut. Insgesamt „sehr entspannt“ sei der Einsatz gewesen, zog Berger eine positive Bilanz. Zur guten Stimmung trug wohl auch das gute Wetter bei. Stellenweise war es so heiß, dass die Malteser zusätzlich Sonnencreme ordern mussten, um sich selbst zu schützen.

Freude und Erleichterung auch bei der Malteser-Gesamteinsatzleitung. Insgesamt musste lediglich 400 Mal Erste Hilfe geleistet werden. „Das zeigt, dass die fünftägige Veranstaltung ein frohes Glaubensfest bei bester Stimmung und gutem Wetter war und die Rahmenbedingungen stimmten“, so Malteser-Gesamteinsatzleiter Markus Bensmann. “Die Malteser haben es in Münster geschafft, lebendiger Bestandteil des Katholikentages vor und hinter den Kulissen zu sein“.

550 Einsatzkräfte und 15 Ärzte der Malteser leisteten Sanitätsdienst an sechs Sanitätsstationen im Stadtgebiet von Münster. Darüber hinaus verhalf der Fahrdienst der Malteser 500 Personen zu Mobilität auf dem Katholikentag. 50 Fahrerinnen und Fahrer besetzten 20 Spezialfahrzeuge. Ihren bislang größten Einsatz überhaupt hatte die Malteser Jugend Deutschland. Durch insgesamt 47 individuelle Begleitungen ermöglichte sie Menschen mit Behinderung eine barrierefreie Teilnahme.

Tätig waren die Malteser darüber hinaus auch in den Gemeinschaftsunterkünften und betreuten in acht Schulen rund 2.300 Teilnehmer. An Informationsständen, Podien und Werkstätten, unter anderem mit den Schwerpunkten „Integration“, „Hospizarbeit“ und „Demenz“, informierte und diskutierte der katholische Hilfsdienst mit den Besuchern über wichtige gesellschaftliche Themen.

Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident des Malteser Hilfsdienst e.V. in Deutschland, hat am Rande des Katholikentages mehr Unterstützung der Politik für die Arbeit der Malteser gefordert. Im Twickelschen Hof, in dem vor 65 Jahren der Malteser Hilfsdienst gegründet worden ist, forderte Brandenstein-Zeppelin mehr Verständnis für die Bedeutung, die der Zusammenarbeit zwischen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern zukomme. Es sei etwa problematisch, dass es zurzeit nicht möglich sei, dass hauptamtliche Mitarbeiter in ihrer Freizeit auch ehrenamtlich andere Ehrenamtliche schulen. Darin sehe der Gesetzgeber eine unzulängliche Mischung zwischen Ehren- und Hauptamt. Eine Perspektive, bei der verkannt werde, wie sehr beide Seiten miteinander verbunden seien und gerade dadurch die Basis für die erfolgreiche Arbeit des Dienstes geschaffen werde.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der an dem Empfang teilnahm, erklärte, er wolle die Bedenken nach Berlin mitnehmen und berücksichtigen. Gleichzeitig hob er hervor, wie sehr er die Arbeit der Malteser schätze. Die Malteser und ihre Arbeit seien Ausdruck einer vorbildlichen Arbeit aus dem Glauben heraus.

Quelle: Pressestelle der Malteser in der Diözese Hildesheim mit Material des Malteser-Generalsekretariats Köln

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE 5137 0601 2012 0120 9265  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7